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Burkhard Schröder
Nazis sind Pop
Ist Pop links?
Populärkultur ist Mainstream, volkstümlich, Kommerz. Underground
als Kommerz-Strategie ist nazikompatibel: Kampf gegen das System durch
Infiltration der Jugendkultur ist ein modernes Konzept der neonazistischen
Gruppen.
Nazi-Pop kann heißen: Techno-Frisur, Skinhead-Musik, im Urlaub
Ballermann, PDS wählen, mit den Juden hatten wir schon immer
ein Problem. Oder: Façon-, wahlweise Vokuhila-Frisur, Böhse
Onkelz, Abenteuerurlaub auf Rügen, Opel Manta, wählen gehen
ist Scheiße. Oder: Glatze, Nazi-Troubadix Rennicke, Esoterik-Urlaub
in Stonehenge, Bolko Hoffmann und die deutsche Mark. Oder: Matte samt
Pferdeschwanz, Death Metal, Kirchen anzünden in Norwegen, Hitler
war Satan und ultraböse, und das ist hip.
Burkhard Schröder zeigt auf: Der klassische Nazi ist so gut wie
ausgestorben, ist nur noch Karikatur. Doch es gibt den neuen Nazi,
der sich inmitten der Alltagskultur bewegt.
Der Autor
Freier Journalist und Buchautor, mehrere erfolgreiche Buchveröffentlichungen,
zuletzt erschien »Tron - Tod eines Hackers«, Reinbek 1999.
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160 Seiten, Pb.
EUR 2,00
ISBN 3-88520-779-6 |