
448 Seiten
ca. 50 Abbildungen
Paperback
EUR 4,-
ISBN 3-88520-805-9 |
Konrad Riggenmann
Kruzifix
und Holocaust
Über die erfolgreichste
Gewaltdarstellung der Weltgeschichte
"Ich war dick,
rothaarig und hatte den Herrn Jesus umgebracht." Therese Giehse auf
die Frage, warum sie als Kind von ihren Mitschülern gequält wurde.
Was ist von einer Religion zu halten, die sich die grausamste und
schimpflichste Hinrichtungsart zum Symbol gewählt hat? Welchem Terror
sind Kinder ausgesetzt, die glauben sollen, dass ein Vater ihretwegen
seinen eigenen Sohn bestialisch foltern und ermorden ließ? Wie überwindet
man den Horror, vom Fleisch des "Menschensohnes" essen und sein Blut
trinken zu müssen, um mit Gott vereint zu sein? Jesus war Jude, gekreuzigt
wurde er von römischen Besatzern. Doch die Christen geben "den Juden"
die Schuld an seinem Tod. Wie tief der faschistische Antisemitismus
in der christlichen Judenfeindschaft wurzelte, wurde von Historikern
und kritischen Theologen bereits gelegentlich thematisiert. Der Autor
dieses Bandes folgt einem bisher wenig beachteten pädagogisch-psychologischen
Ansatz zur Erklärung des Holocaust. In einer fundiert recherchierten,
aber dennoch flott geschriebenen Zusammenschau von theologischen,
philosophischen, historischen, kunsthistorischen und literarischen
Daten aus zwei christlichen Jahrtausenden belegt er, dass nicht zuletzt
die im Kruzifix symbolisierte sadistische Gewalt verheerende Spuren
in den Seelen von Kindern hinterlässt. Und aus Kindern werden Erwachsene
- wie Adolf Eichmann, Joseph Goebbels, Heinrich Himmler, Rudolf Höß
und Adolf Hitler.
Der Autor
Konrad
Riggenmann wurde 1952 in Bayerisch-Schwaben geboren. Studium der Philosophie
und katholischen Theologie, Germanistik und Erziehungswissenschaften.
2001 Promotion in Pädagogik und Psychologie über John Deweys
Pädagogik und ihre Rezeption in Brasilien. Autor einer Reihe
viel gespielter Jugend- und Amateurtheaterstücke. Lehrer an Grund-
und Hauptschulen.
Im Oktober 2002
wurde der Autor für seinen siebenjährigen erfolgreichen
Kampf gegen die verfassungswidrige "Kruzifix-Verordnung"
der Bayerischen Staatsregierung für Grud- und Hauptschulen mit
dem OSSIP-K.-FLECHTHEIM-Preis ausgezeichnet.
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